Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
In Korintherbrief versucht Paulus Konflikte zu bewältigen, die aus der Vielfalt entstehen. Es gab damals und es gibt heute Arme und Vermögende, Gebildete und Analphabet:innen, Traditionalist:innen und Erneuerer:innen. Im Bibelkurs soll das Potenzial gehoben werden, das darin liegt.
Dabei blickt Paulus nicht nur auf die Gemeinde, ihre Spaltungen und Krisen, sondern immer wieder auf Christus und stößt dabei auf den Leitspruch einer Gemeindegruppe: „Alles ist mir erlaubt!“ – Kann so eine Freiheit überhaupt gelebt werden?
Der Bibelkurs verknüpft in vier Abenden den Paulusbrief mit den Erfahrungen unserer Zeit. Im Zentrum stehen der gegenseitige Austausch und die Bedeutung für heutiges Leben in Gemeinschaft und Vielfalt. Er findet dezentral an 38 Orten in Oberösterreich statt. Kompetente Bibelwerk-Expert:innen begleiten die Interessierten.
1. Abend: Was hält uns zusammen?
Der Erste Korintherbrief ist ein Schreiben, das in eine ganz konkrete Situation hinein verfasst ist. Paulus beschäftigt sich dabei mit den aktuellen Problemen und Herausforderungen der Christ:innen in der antiken Hafenstadt Korinth, ihren Spannungen und Spaltungen, die er bewältigen will; dabei spielen soziale und religiöse Unterschiede genauso eine Rolle wie Reichtum, Bildung und Herkunft. Wie kann aus dieser Vielfalt nun Einheit werden? Und was hat das mit uns im Hier und Heute zu tun?
2. Abend: Was dürfen wir hoffen?
Trotz aller Spannungen in der Gemeinde hat Paulus ein Ziel vor Augen: Christus, den er verkündet. Im Ersten Korintherbrief wird seine Botschaft, sein Sterben aber vor allem die Erfahrung seiner Auferweckung zum Urgrund der Hoffnung auf Leben in Fülle.
3. Abend: Was nützt mir?
Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles nützt mir. In diesem Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und einem geregelten Miteinander leben Gesellschaften – bis heute. Paulus geht diesen Herausforderungen anhand von konkreten Fragen aus der Gemeinde in Korinth nach. Dabei spielt die Vielfalt innerhalb der Gemeinschaft ebenso eine Rolle wie Beziehungen oder der Umgang mit der nichtchristlichen Gesellschaft.
4. Abend: Wie funktioniert Gemeinschaft?
Paulus nennt die Gemeinde einen Tempel des Heiligen Geistes. Für dessen Aufbau bedarf es vieler Gnadengaben, die auch zahlreich vorhanden sind. Diese Vielfalt an Begabungen müssen wir auch heute wahrnehmen und leben – und wissen, dass sie nur dann zusammen funktionieren, wenn sie einander zu- und nicht übergeordnet sind.
Nähere Informationen und Anmeldung: www.dioezese-linz.at/bibelwerk, bibelkurse@dioezese-linz.at; 0732 7610-3231

Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
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