Ein guter Jugendfreund meiner Eltern hieß Paul. Das war ein Beweggrund, mir auch diesen Namen zu geben. Dieses Motiv hat mir schon als Kind gefallen. Weniger begeistert war ich als kleiner Bub, dass Paul der beste Vorname fürs Reimen ist. Am beliebtesten war bei mir im Kindergarten die Kombi Paul – faul – Maul. Ich musste lachen, als mein Sohn mit drei Jahren das dann genauso gemacht hat. Ein Déjà-vu für mich.
Paulus brauchte eine starke Persönlichkeit, um so viele Gemeinden von Christus zu überzeugen. Die Fähigkeit zum Dialog zeichnete ihn aus. Das geschriebene Wort war sein wichtigstes Instrument. Kurz und bündig sollten die Botschaften sein, das musste bereits Paulus lernen. So erzählt die Apostelgeschichte auch davon, dass ein junger Mann einmal bei den allzu langen Ausführungen des Apostels einschlief und aus dem Fenster fiel. Auch wenn die Geschichte ein Happy End hat, zeigt sie für mich: Selbst Heilige können nicht immer perfekt sein.