Zum „Fest der Begegnung“ hatten die Behindertenseelsorge der Diözese Linz, assista und Union No Limits am 20. Oktober nach Altenhof eingeladen. Das Thema „Sehnsucht nach Beziehung“ wurde vor allem im Wortgottesdienst angesprochen.
Ausgabe: 2013/43, Fest der Begegnung, assista, No Limits
22.10.2013
- Ernst Gansinger
Am Jakobsbrunnen (Joh 4) begegnete Jesus der samaritischen Frau. Er, der um die fünf Männer der Frau wusste, verurteilte nicht, führte ein religiöses und sie ernst nehmendes Gespräch. Beziehung sprenge Grenzen, verdeutlichte der Gottesdienst, den Behindertenseelsorger Rupert Niedl leitete und der vom Chor St. Pius musikalisch gestaltet wurde.
Sehnsucht und Beziehung
Beides klang bei den Grußworten von assista Geschäftsführer Walter Binder und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl an. Sie betonten das Recht von Menschen mit Beeinträchtigung, ein normales Leben zu führen, gestaltet nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Unerfüllte Sehnsucht, so Ackerl, sei die schlimmste Form der Sucht. Gäbe es mehr Wertschätzung für die Menschen mit Handicaps, könnte wesentlich mehr in Fragen ihrer selbstverständlichen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben weitergehen.
Ehrenamtliche Assistenz
Etwa 50 Menschen leisteten ehrenamtlich Assistenz und halfen mit, dass die Sehnsucht nach ungehinderter Teilnahme der Menschen mit Beeinträchtigung nicht durch Barrieren zur unerfüllten Sehnsucht wurde. Diese Unterstützung kam von Privaten und von Mitgliedern des actionpools der young caritas, der No-Limits-Helferbörse und der oö. Pfadfinder/innen. So feierten 200 Menschen mit und ohne Behinderung ein Miteinander, bereichert durch die Auftritte der Trommelgruppe Djembro, der Band musica invita und des Jongleurs Gausl. Die Veranstalter bedankten sich beim Medienpartner KirchenZeitung und den Sponsoren – Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl, Stift Schlägl, Biowein Hofer, Lamuhr Catering und Vinothek.