Zum Treffen des Netzwerkes gegen Rassismus und Rechtsextremismus kamen am 19. Oktober etwa 160 Teilnehmer/innen ins Bildungshaus Schloss Puchberg.
Ausgabe: 2013/43, Rechtsextremismus, Schloss Puchberg
22.10.2013
68 Organisationen bilden bereits dieses Netzwerk, das von Jahr zu Jahr wächst. Wieder wurde kritisiert, dass Landesregierung, Sicherheitsbehörden und Justiz den Rechtsextremismus zu wenig bekämpfen. Es müsse stärker nach neonazistischen Tätern gefahndet werden. Demokratische Parteien müssten sich gegen die FPÖ, die Kontakte in die rechtsextreme Szene habe, abgrenzen. Der per Skype in den Veranstaltungssaal übertragene Vortrag des deutschen Journalisten Thomas Kuban, der jahrelang verdeckt in der rechtsradikalen Szene recherchierte, verdeutlichte den Handlungsbedarf: Bei vielen Zusammenkünften der Neonazi- und Rechtsextremen-Szene würden die Sicherheitsbehörden wegschauen, Der Zulauf zur Neonazi-Szene wächst. Häufig werde über Konzerte rechtsradikaler Musik-Bands mobilisiert. Musik spreche die Gefühle an, Liedtexte würden auswendig gelernt, Flugblätter dagegen würden nur einmal gelesen.