An den „Intensivstationen des Lebens“ müsse die Kirche Deutung geben und den Menschen nahe sein. Dr. Walter Wimmer, Sprecher des Priesterrates der Diözese Linz, sieht in solcher Lebensbegleitung nach dem Beispiel der biblischen Emmaus-Geschichte die Hauptrichtung, die die Kirche in der gegenwärtigen Umbruchszeit einschlagen sollte. Im Bildungshaus Schloss Puchberg ging es letzten Samstag um diese Frage: „Was sollen wir in der Kirche jetzt tun?“ Für Mag. Brigitte Gruber-Aichberger sollte in der Kirche vor allem das freie und ehrliche Gespräch selbstverständlich sein. „Wahrhaftigkeit ist etwas, was die Kirche wirklich braucht“, meint sie. Ähnlich die Seelsorgerin für Theologiestudierende, Mag. Gabriele Treschnitzer: Man müsse Rücksicht nehmen, dass die Leute einfach nicht mehr kirchlich geprägt sind. Der Wiener Psychotherapeut Dr. Richard Picker sieht vor allem die kirchliche Führungsebene gefordert: Es gelte Leute in die Führungspositionen zu holen, die psychisch und physisch reif sind, meint er. Und solche Führungspersönlichkeiten sollten dann im Stande sein, die Forderungen des Kirchenvolksbegehrens umzusetzen.