Derzeit gibt es in OÖ 705 Kindergärten, in denen fast 40.000 Kinder von mehr als 2.200 Kindergärtnerinnen betreut werden.Stark rückläufig werden in den nächsten Jahren aber die Zahlen bei den Kindern zwischen drei und fünf Jahren sein. Von derzeit 50.000 wird ihre Zahl bis 2008 auf etwa 40.000 sinken. Für das oö. Kindergartenwesen bedeutet dies, dass die vorhandenen Plätze ausreichen. Nur da und dort gibt es noch zusätzlichen Bedarf. Das heiße aber nicht, dass der Kindergartenbau abgeschlossen ist, stellten Landeshauptmann Dr. Pühringer und sein Stellvertreter Fritz Hochmair fest. Der Schwerpunkt werde auf Sanierungen und Qualitätsverbesserungen liegen.
Pflegeeltern anstellen
Pflegeeltern werden, wenn sie sich laufend weiterbilden und Supervision annehmen, ab 1. März 2000 über den Verein „Pflege- und Adoptiveltern Oberösterreich“ angestellt. Das ist nach der 1998 eingeführten Kostenübernahme für eine freiwilligen Pensionsversicherung eine weitere Verbesserung, die Land OÖ und Sozialhilfeverbände ermöglichen, wie Landesrat Josef Ackerl betont. Laufend wird für 20 bis 25 Kinder in Oberösterreich ein Zuhause bei Pflegeeltern gesucht. Die Zahl der Pflegefamilien sinkt. 1993 betreuten in Oberösterreich noch 467 Pflegefamilien 662 Pflegekinder, am 1. Jänner 1999 waren nur noch 490 Kinder in Pflegefamilien.
Obdachlos in Linz
Rund um den Gedenktag des hl. Franz von Sales, Patron der Journalisten, lädt die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Journalisten unserer Diözese zum Franz-von-Sales-Essen. Heuer war man bei einer anderen Arbeitsgemeinschaft – bei der Arge Obdachlose. Neben Information und Gespräch ist auch die finanzielle Unterstützung für die Arbeit dieses Vereins ein Zweck der Zusammenkunft. Die Arge Obdachlose ist im Jahresdurchschnitt für etwa 250 Personen Anlaufstelle und Anker. Etwa 90 Menschen werden insgesamt betreut und beraten. Seit einigen Jahren gibt es auch eine eigene Frauenberatung. Die Arge ist in OÖ. die einzige Stelle, die für wohnungslose Menschen Arbeit in begleiteter Form anbietet. Viele haben zeitweise im Trödlerladen (Entrümpelung, Wiederverwertung, Entsorgung, kleine Elektro- und Tischler-Werkstatt) Beschäftigung, 30 bilden das Redaktionsteam der Straßenzeitung „Kupfermuckn“, die vor zwei Jahren den Kirchenzeitungs-Solidaritätspreis erhielt. Eine große Zahl betätigt sich für die „Kupfermuckn“ als Straßenverkäufer . Die Kupfermuckn ist ein Aushängeschild der Obdachlosenarbeit. Sechs Mal im Jahr wird sie von den Obdachlosen hergestellt. Die Auflage beträgt 10.000 Stück, ausverkauft. Was kein Wunder ist, denn sie ist gut gemacht. Seit kurzem hat sie auch einen eigenen Teil für „Straßenkinder“, das „Kupfermücklein“.Die Obdachlosen-Arbeit in Linz hat sich seit den Anfängen der Arge ziemlich gewandelt. Gab es vor 20 Jahren 17 Betten für Nichtsesshafte, sind es derzeit etwa 300. Sie werden von verschiedenen Organisationen angeboten. Etwa 1.000 Obdachlose nehmen diese Möglichkeit im Lauf eines Jahres in Anspruch.