Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul sind Pionierinnen der Hospizidee. In ihrem Spital in Ried/I. schufen sie bereits 1999 eine Hospizstation. Nun wurde auch bei den „Schwestern“ in Linz eine Palliativstation – die erste im oö. Zentralraum – eröffnet.
Dichtes Gedränge herrschte am 15. Februar 2000 im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz, dem Tag der Eröffnung der Palliativstation – Hospiz St. Louise. Viele – von der hohen Prominenz aus Land und Kirche über Angestellte des Hauses und Vertreter/innen der Hospizidee – kamen, um diesen Tag zu feiern. In der neu errichteten Station hoch über den Dächern von Linz finden schwerkranke Menschen in der möglicherweise letzten Phase ihres Lebens Aufnahme. Hier ist für seelische Betreuung ebenso gesorgt wie für schmerzlindernde medizinische Maßnahmen.Benannt ist das neue Hospiz nach der Hl. Louise von Marillac (1591 – 1660) Weggefährtin des hl. Vinzenz von Paul und mit ihm Ordensgründerin. In Grußworten sicherten Landesrat Josef Ackerl, der im Mai 2000 das Gesundheitsressort des Landes OÖ abgibt, und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer der Hospizidee volle Unterstützung zu. Dennoch kann das Land OÖ aus Geldmangel derzeit den laufenden Betrieb von St. Louise nicht finanzieren. Beide Landespolitiker bedauerten diese Tatsache am Eröffnungstag, sie hatten dennoch ein Geschenk parat: Das Land OÖ wird das Ergebnis einer von den Barmherzigen Schwestern gestarteten Spendenaktion (Kto. 5.528.005/Raika-BLZ 34500) verdoppeln.