Unser Blick fällt auf zwei Veranstaltungen, die sich letzte Woche in Linz mit Fragen und Problemen der Arbeitswelt auseinandersetzten. Zum einen auf die Frauentagung „Immer schneller ... immer mehr ... Mit uns nimmermehr!“ zum anderen auf ein Treffen von Vertretern der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung mit zehn Personen aus Meißen, Deutschland. Es waren vorwiegend Jugendliche, die im Rahmen des „LEONARDO DA VINCI“-Austauschprogramms der EU nach Linz kamen.Die etwa 50 Teilnehmerinnen der Frauentagung, zu der die ÖGB-Frauen und die Betriebsseelsorge der Diözese sowie die Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung OÖ am 11. März in den Jägermayrhof einluden, suchten u. a. nach Gegenstrategien zum fertigmachenden Arbeits-Stress (siehe auch Seite 32): Das Selbstbewusstsein pflegen, auf körperliche Signale achten und Kursangebote nützen, sind einige der persönlichen Möglichkeiten, die es auszuschöpfen gilt. Wichtig sind Regelungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine Politik gegen Arbeitslosigkeit sowie Arbeitszeitverkürzung, davon sind die Frauen überzeugt.Die Teilnehmer/innen des zehntägigen Austauschprogramms, das junge Meißener Anfang März nach Linz führte, lernten einige oö. Sozialprojekte kennen, die Hoffnungen gegen die Arbeitslosigkeit sind. Vielfältige Begegnungsmöglichkeiten ergänzten das Programm. In einer Reflexion am Ende des Aufenthalts zeigten sich die Teilnehmer/innen vom großen Engagement aller Mitarbeiter/innen im sozialen Sektor beeindruckt. Sozialökonomische Betriebe wurden als bedarfsgerechtes Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik erlebt, etwas, das in Deutschland fehlt. Die Durchlässigkeit bei der Förderung fanden manche auch gut. Österreich hat also einerseits Standards zu verteidigen und andererseits Widerstand gegen zunehmendes Arbeitsleid zu leisten!