Fast überall liegt derzeit die Kirchenrechnung zur Einsichtnahme durch die Bevölkerung auf. In Kematen am Innbach (Pfarre Steinerkirchen/I.) suchte man dafür eine neue Form.
Wem sagen nüchterne Zahlen Bilanzen in Büchern und Ordnern schon etwas? Eine Ausstellung im Pfarrheim Kematen informierte an den beiden letzten Sonntagen darüber, was in Geschichte und Gegenwart mit dem Geld der Gläubigen geschah bzw. geschieht. Wertvolle Sakralgegenstände, etwa eine alte Monstranz, waren ebenso zu sehen wie die neue Taufwiege. In dieser handgeschnitzten Wiege mit schafwollenem Fell fühlen sich Täuflinge während der Tauffeier wohl. Auch das „Zinnglöckerl“, die Sterbeglocke vom ehemaligen Pfarrhof, war zu begutachten. Symbolisch wurde damit das nächste Pfarrprojekt eingeläutet: Die Elektrifizierung des Geläutes in der Marktkirche Kematen. Die geschätzten Kosten betragen S 400.000,–. Knapp doppelt soviel will die Pfarre ab 2001 in die Orgelrenovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rast in Steinerkirchen investieren.Eine Messwein-Verkostung am Rande sorgte dafür, dass niemand die Schau als zu trocken empfand.
Pfarr-Leitbild Steinerkirchen/I. (*
– Wir versammeln jede Woche an die 170 Bewohner. Wir bringen Information und Deutung, schaffen Gemeinschaft und Stabilität.
– Wir bemühen uns um Charakter und Gewissensbildung.
– Wir sind Spezialisten im Innenausbau der Menschen (= Seele).
– Wir pflegen mit hohem Aufwand wertvolles Kulturgut.
– Wir achten und verwahren Namen und Personaldaten seit 1645.
– Wir sind Anwalt für jene, die sich selber nicht mehr Stimme und Gehör verschaffen können.
– Wir begleiten die Menschen vom Eintritt bis zu ihrem Verscheiden aus dieser Welt mit großer Ehrfurcht.