Reden wir darüber – zwei Initiativen laden zum Dialog ein
Ausgabe: 2000/13, Land der Menschen, Neuhofen/Krems, KSÖ
28.03.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Am Freitag, 7. April findet in Neuhofen an der Krems eine Podiumsdiskussion statt. Sie ist die oberösterr. Auftakt-Veranstaltung der Initiative „Land der Menschen“. Auch eine KSÖ-Tagung in Puchberg verfolgt das Ziel: zu einem Klima der Offenheit beizutragen, um die Kälte der Ausgrenzung zu vertreiben.
Im Stiftsgymnasium Kremsmünster und in den Hauptschulen von Neuhofen lief schon im März ein Schreib- und Kreativitätswettbewerb, der den tragenden Gedanken der Initiative „Land der Menschen“ aufnahm: Beiträge für ein besseres Zusammenleben von Inländern und Ausländern zu leisten! Um hier österreichweit das Klima von Fakten statt Gerüchten, Zahlen statt Schätzungen und Dialog statt Angst zu prägen, hat sich in Österreich ein Personenkomitee gebildet. Mit einer Fülle an Aktivitäten und Ideen (siehe auch im Internet www.LANDderMENSCHEN.at und KIZ Nr. 11) soll menschliche Bewegung in eine allzu oft verfahrene Sache kommen. Die Schülerarbeiten in Kremsmünster und Neuhofen stellen dazu einen Beitrag dar, der vor der Neuhofener Podiumsdiskussion präsentiert wird. Die Neuhofener Organisatoren haben neben der Diskussionsveranstaltung noch viele Ideen, die sie umsetzen wollen; etwa ein Fest der kulturellen Begegnung im Sommer und ein Filmabend für junge Leute mit Andreas Gruber.
Podiusmdiskussion „Land der Menschen – Fakten statt Gerüchte, Zahlen statt Schätzungen, Dialog statt Angst“, Freitag, 7. April 2000, 19 Uhr, Forum Neuhofen. Am Podium: Hochschulseelsorger Helmut Schüller, Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi, Polizeioberst i. R. Fritz Maringer (leitender Ermittler der Briefbomben-Serie), ÖGB-Zentralsekretärin Roswitha Bachner, KA-Präsidentin Margit Hauft, Gemeindearzt Dietmar Rodemund und Mustafa Uluköylü. Anschließend Live-Musik. Von 18 bis 19 Uhr Präsentation der Schüler/innen-Arbeiten.
Die Absolvent/innenen der Kath. Sozialakademie Österreich (KSÖ) werden am 1./2. April im Bildungshaus Schloss Puchberg unter dem Titel „Enttäuscht wovon? Anfällig wofür?“ eine politische und christliche Deutung des heutigen Rechtspopulismus versuchen. Referenten der Tagung sind der Innsbrucker Politikwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer und der Dogmatiker Dr. Hans-Joachim Sander (Würzburg und Salzburg).