Vor allem Kindersachen sind bei der Warenbörse in Schärding gefragt
Ausgabe: 2000/13, Schärding, Kubai
28.03.2000
- Judith Moser
Was für den einen Gerümpel ist, scheint anderen durchaus noch brauchbar. Auf diese Art von Recycling setzt die Schärdinger Pfarrcaritas mit ihrer Tausch- oder Warenbörse.
„Viele Leute sind froh, wenn jemand anderer ihre alten Sachen noch verwenden kann“, verbindet Pfarrrcaritas-Leiterin Grete Kubai den Hilfs- mit dem Umweltgedanken. Aus dem früher regelmäßig abgehaltenen Flohmarkt entstand die Warenbörse. Die Caritas-Mitarbeiter/innen übernehmen gut erhaltene Waren aller Art: Kinderwägen, Gitterbetten, Möbel, Kleidung, Bücher oder Wachsreste, die zum Kerzengießen weiterverwendet werden. Größere „Spenden“ wie etwa eine komplette Schlafzimmereinrichtung, werden weiter vermittelt. Kleinere Gegenstände können auch im Schärdinger Familienzentrum abgegeben werden. Manchmal muss Grete Kubai aufpassen, dass nicht alles, was im „Zwischenlager“ (ein Raum einer Firma) liegt, für ein Tauschobjekt gehalten wird. Die Erfahrung beim Flohmarkt hat auch gezeigt, dass die Vermittlung oft als „Entsorgungsstätte“ missverstanden wird. „Kunden“ sind vor allem Alleinerziehende oder Ausländer/innen. „Manchmal merkt man, dass die Leute eine gewisse Schwellenangst überwinden müs-sen“, so Kubai. „Wenn sie einmal wissen, dass sie jederzeit kommen können, geht es leichter.“ Große Nachfrage besteht nach Kinderartikeln, Vorhängen und Kleidung in Übergrößen. Dringend benötigt werden außerdem eine Küchenzeile, Kleiderkästen und eine Eckbank mit Tisch. Angebote bitte an Grete Kubai, Tel: 07712/20 58.