Es ist vor allem Unwissenheit, es sind aber auch vielerlei Ängste, die ein gesellschaftliches Klima der Diskriminierung gleichgeschlechtlich liebender Menschen in der Gesellschaft aufrecht halten. So sahen es viele der rund 80 Männer und Frauen, die letzten Freitag zum Begegnungstag „Homosexuelle Menschen und Kirche“ in die Linzer Kunsthochschule gekommen waren. Nach der Beschäftigung des Pastoralrates der Diözese Linz mit dieser Thematik in seiner Frühjahrskonferenz bedeutete diese Veranstaltung einen weiteren Baustein kirchlicher Bemühungen, Lesben und Schwule zur Annahme ihres Lebens zu helfen und ihnen damit auch Evangelium und Kirche als Hilfe zugänglich zu machen. Der Innsbrucker Theologe Dr. Jakob Parsch betonte, zeitbedingte Urteile, wie sie in der Bibel zu finden sind, könnten nicht zur Beurteilung der Homosexualität als Prägung herangezogen werden. Damals wäre diese Veranlagung nicht bekannt gewesen.
Der Moderator, Mag. Rolf Sauer von der Abteilung Ehe und Familie im Pastoralamt, betonte: Es geht homosexuellen Menschen um die gleichen Grundbedürfnisse wie allen anderen: um Angenommensein, Vertrauen, Verlässlichkeit, Freundschaft – alles, was auf personale Beziehung hinweist.