Die kleine Pfarre St. Georgen bei Grieskirchen feiert „750 Jahre Pfarrkirche
Ausgabe: 2000/15, St. Georgen/Grieskirchen
11.04.2000
- Martin Kranzl-Greinecker
Auf dem sanften Höhenrücken, der Trattnach- und Innbachtal trennt, liegt St. Georgen. Der Ort ist Stammsitz und Begräbnisstätte alter Adelsfamilien.
Bereits 782 wird St. Georgen in einer Passauer Schenkungsurkunde erstmals genannt. Die erste Pfarrkirche wurde 1250 errichtet. Fünf Jahre später wird das Geschlecht der Jörger erwähnt, die in Tollet ihr Stammschloss erbauten und zur Zeit der Reformation eine führende Rolle spielten. Die Jörger waren es auch, die der Kirche 1560 durch einen Erweiterungsbau ihr heutiges Aussehen gaben. Als Vorbild dienten protestantische Bauten in Norddeutschland. An den Wänden und in der Krypta befinden sich Gräber der Patronatsfamilien Jörger und Revertera y Salander (Grafen von Helfenberg).
Die Pfarre St. Georgen zählt heute knapp 450 Katholiken, seit 1989 ist Gregor Gacek Pfarradministrator. Erster Höhepunkt des Jubiläums „750 Jahre Pfarrkirche“ wird das Georgsfest am 24. April (Ostermontag) sein. Der Gottesdienst beginnt um 8.30 Uhr, anschließend Pferdesegnung, Ritt um den Ort und Pfarrfest.