Das neue „Linzer Konzept“ der Jugendarbeit wurde von einer „Konzeptgruppe“ der Katholischen Jugend im Dialog mit den diözesanen Stellen selbst erarbeitet. Die Akzente liegen weiterhin bei der Arbeit in begleiteten Gruppen. Jugendlichen sollen zudem kirchliche Begegnungsräume angeboten werden. Einen Akzent setzt die Jugend auf eine sehr ökumenische Gesinnung. Die Katholische Jugend Oberösterreich will „eine einfache, aber effiziente Organisationsform“ bieten.Ein/e einzige/r Jugendstellenleiter/in bildet künftig zusammen mit dem Diözesanjugendseelsorger sowie den drei gewählten ehrenamtlichen Vorsitzenden die Leitung der gesamten Jugend. Bisher hatte jede Gliederung ein eigenes Leitungsteam.Für die inhaltliche Arbeit werden Foren eingerichtet (Pfarren und Gemeinde, Arbeit/KAJ, SchülerInnen, offene Jugendarbeit und Projektarbeit). Ebenso werden Fachstellen wie die Burg Altpernstein oder für die Öffentlichkeitsarbeit, die Zivildienstberatung, die Personalentwicklung und das Sachgebiet Junge Erwachsene eingerichtet. Das Bundesland wird in acht Regionen eingeteilt, für die es jeweils eine/n Regionalassistenten/in gibt, im Schnitt etwa mit einer halben Anstellung (Ennstal, Kremstal, Salzkammergut, Innviertel West, Innviertel Ost, Hausruckviertel, Mühlviertel West, Mühlviertel Ost).
Zur Sache
Offene Jugendarbeit nimmt zu
Rund 20 000 Jugendliche erreicht die Katholische Jugend Oberösterreich im Jahr zumindest einmal. In etwa 350 Pfarren (von 486) ist die Katholische Jugend vertreten. In 250 Pfarren bestehen Jugendgruppen im herkömmlichen Sinn. Zunehmend gewinnt die „offene Jugendarbeit“an Bedeutung, erzählt die Leiterin der derzeitigen Arbeitsgemeinschaft Katholischer Jugend, Mag. Ursula Schmidinger. Offene Jugendangebote ohne fixe zeitliche Bindungen entsprechen dem Lebensrhythmus vieler Jugendlicher eher. Dem wird im neuen „Linzer Konzept“ für die Jugendarbeit Rechnung getragen. Zur Zeit gibt es in rund 80 Pfarren Jugendarbeit in dieser offenen Form, oft über Pfarrgrenzen hinweg.Das neue Konzept mit der neuen Struktur tritt mit kommendem Herbst in Kraft.