Mexiko. Michel Chanteau (70), vor drei Jahren des Landes verwiesener französischer Priester, darf nach Chiapas zurück. Der Geistliche gilt als Fürsprecher der Indios und war wegen seiner öffentlichen Stellungnahmen zu politischen Fragen nach 33-jähriger Tätigkeit des Landes verwiesen worden. Seit dem Aufstand am Neujahrstag 1994 wurden 400 Ausländer des Landes verwiesen.
Synode für Herbst fixiert
Rom. Die mit Spannung erwartete ordentliche Bischofssynode wird vom 30. September bis 27. Oktober stattfinden. Mehrere hundert Bischöfe aus allen Erdteilen werden dazu in Rom erwartet. Thema der Beratungen ist das Wesen des Bischofsamts in der katholischen Kirche. Beobachter vermuten, dass dabei auch Vorschläge zur stärkeren Mitwirkung der Bischöfe an der Leitung der Gesamtkirche zur Sprache kommen. Als Generalrelator wird der Erzbischof von New York, Kardinal Edward Egan, das Grundsatzreferat halten. Den Vorsitz bei den Sitzungen übernehmen abwechselnd Kardinal Giovanni Battista Re, Chef der Bischofskongregation, Kardinal Bernard Agre, Erzbischof von Abidjan (Elfenbeinküste), und der Erzbischof von Bombay (Indien), Kardinal Ivan Dias. Damit hat der Papst alle Spitzenämter in der Synode neu ernannten Kardinälen anvertraut.
Einreise verweigert
Russland. Zum dritten Mal hintereinander ist dem Sekretär der katholischen Bischofskonferenz, Pater Stanislaw Opiela, die Einreise verweigert worden. Als Provinzial des Jesuitenordens in Russland hatte der aus Polen stammende Opiela vor einem Jahr in einem Musterprozess die staatliche Registrierung seines Ordens vor dem Verfassungsgericht erstritten.