Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marien-schwestern in Aspach
Allergien
15 % der österreichischen Bevölkerung leiden unter Pollenallergie. Aber auch Tierhaare, Schimmelpilzsporen, Hausstaubmilben, bestimmte Nahrungsmittel, Gewürze, Medikamente, Chemikalien und Metalle können Allergien auslösen. Beim Kontakt mit dem Allergen kommen bestimmte Reaktionen des Immunsystems in Gang, das ist normal. Beim Allergiker werden darüber hinaus spezielle Antikörper (Immunglobuline E) gebildet, das nennt man Sensibilisierung und führt beim nächsten Kontakt mit dem Auslöser zur Überreaktion. Juckreiz, Niesreiz, Schnupfen, Tränenfluss, gerötete und geschwollene Augenlider, Halskratzen bis zur asthmatischen Atemnot, aber auch Störungen im Magen-DarmTrakt können auftreten. Ekzeme der Haut und starkes allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen können die Folge sein. Als auslösende Pollen sind an erster Stelle die Birkenpollen, Erlen, Walnuss und Weide zu nennen, weiters Hasel, Goldregen, Holunder, Liguster, Flieder und viele andere Blütenpollen..
Diese alle treten nur zu bestimmten Zeiten der Blüte auf, sind also saisonbedingt, während die Tierhaare, Hausstaubmilbe und Schimmelpilzsporen das ganze Jahr Saison haben. Dasselbe gilt für bestimmte Eiweißverbindungen in Nahrungsmitteln. Dagegen sind Unverträglichkeiten von Nahrungsbestandteilen keine echten Allergien. Die gezielte Behandlung setzt eine genaue Diagnose mittels verschiedener Hauttests und Karenz verdächtiger Auslöser voraus. Weitere Tipps folgen