Graz/Wien. Als „schlechten Aprilscherz“ hat die Vorsitzende des Katholisc hen Familienverbandes der Steiermark, Sissi Potzinger, Aussagen von Parlamentspräsident Heinz Fischer (SPÖ) zum Kinderbetreuungsgeld bezeichnet. Fischer hatte in der TV-Pressestunde die Pläne der Regierung als „Ausräumen des Familienfonds“ kritisiert. Potzinger wies darauf hin, dass die Gelder des Fonds ausschließlich dazu da sind, die Leistungen der Familien für die Kinderbetreuung abzugelten. Gerade unter sozialistisch geführten Regierungen sei der Fonds mehrmals zweckwidrig zur Sanierung der Budgets und Pensionskassen ausgeräumt worden.
Kirche beendet Vermittlung
Brasilia. Die Landlosen in Brasilien verlieren eine wichtige Stütze. Die Bischofskonferenz wird bei den Verhandlungen über die Landreform nicht mehr als Vermittlerin zwischen der Landlosen-Bewegung MST und der Regierung tätig sein. Die Bischöfe begründen diesen Schritt damit, dass weder auf Seite der MST noch von Seiten der Regierung ein „Klima der Wahrheit“ herrsche. In der Sache selber tritt die Kirche weiterhin für eine Landreform ein und prangert das soziale Unrecht, dass weniger als ein Prozent der Bevölkerung 46 Prozent des Landbesitzes kontrollieren, scharf an.
Kirche: neue Agrarpolitik
Brüssel. Eine neue Agrarpolitik der EU fordert die Kommission der Bischofskonferenzen der EU-Länder. Sie fordern die EU auf, das bisherige Mengen-Subventionssystem aufzugeben, da es weder ökologisch noch sozial nachhaltig sei. Anstatt die Überproduktion zu fördern, soll die EU den Landwirten Einkommens-zuschüsse geben und diese an Umweltauflagen binden.