Das bunte Leben – und nicht der übliche „Safari-Blick“ auf den afrikanischen Kontinent – wird in der Ausstellung „Spuren des Regenbogens“ im Schlossmuseum präsentiert.
„Afrika ist weit mehr, als westlich-europäische Klischees Glauben machen wollen, ist weit mehr als Hunger, Kriege und Korrup-tion, als Aids, Flüchtlingselend und Überschuldung, und dieser Kontinent ist weitaus farbenreicher und vielfältiger als Eindrücke einer touristisch organisierten Reise ins südliche Afrika je bieten können“, betonen Museums-direktor Dr. Peter Assmann und die Ausstellungs-Koordinatorin Dr. Heidelinde Dimt im Katalog zur Großausstellung im Linzer Schloss „Spuren des Regenbogens – Leben im südlichen Afrika“. Ein kleiner Teil dieses unglaublichen Reichtums soll bis 4. November 2001 in der Ausstellung gezeigt werden. Ziel der eindrucksvollen Präsentation ist es, die Vielfältigkeit der Lebensformen in Kultur und Natur des südlichen Afrika herauszustellen. Dabei ist das Thema so aufbereitet, dass es sowohl Volksschulkinder anspricht als auch Jugendliche und Erwach-sene.
Etwa 400 ästhetisch hochwertige Objekte vermitteln einen Eindruck von afrikanischer Kunst, darunter Kunstwerke von akademisch-westlich geschulten weißen und schwarzen Künstlern, aber auch Meisterwerke sogenannter traditioneller schwar-zer Künstler/innen. Die Ausstellung greift aber auch die gesellschaftliche Situa-tion und die politische Entwicklung im südlichen Afrika auf: die Geschichte und den kulturellen Reichtum lange vor der ersten Landung Weißer vor 350 Jahren, die brisanten Themen von Apartheid und der Situation seit 1994, als Nelson Mandela erster schwarzer Präsident Südafrikas wurde. Sie macht aber auch beklemmend deutlich, dass sich der Abstand zwischen weißem Reichtum und schwarzer Armut bisher kaum verringert hat. Für die Besucher/innen gibt es je nach Alter verschiedene Vermittlungsangebote. Ein hervorragendes Katalogbuch und ein eigener Kinderkatalog unterstützen das Ausstellungsanliegen über den Besuch hinaus.
Linzer Schlossmuseum: täglich außer Montag, bis 4. November. Begleitprogramm für Schulklassen/Veranstaltungen, Info: Tel. 0732/77 44 19-31.