Ausgabe: 2001/16, Fellinger-Hauer, Welttag des Buches, Buch, lesen, Potter, Harry Potter
17.04.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Mag. Maria Fellinger-Hauer leitet die Diözesane Bibliotheksfachstelle in Linz. Aus Anlass des UNESCO-„Welttages des Buches“ am 23. April fragten wir sie:
Das Internet-Zeitalter läuft. Wer geht da noch in Büchereien?
Fellinger-Hauer: Fast eine Million Bücher und andere Medien wurden im vergangenen Jahr in den 220 öffentlichen Bibliotheken in kirchlicher Trägerschaft in Ober-österreich entliehen. Tendenz steigend. Es genügt allerdings nicht mehr, Bücher nur anzubieten. Büchereien werden immer mehr zu Begegnungszentren in Pfarren und Gemeinden, in denen man neben Büchern auch Spiele und neue Medien sowie Gelegenheit für Gespräche findet.
Wie sieht es mit dem Lesen selbst aus?
Fellinger-Hauer: Es wird – allen Unkenrufen zum Trotz – immer noch gelesen. Die Orientierung wird allerdings wegen der wachsenden Fülle des Angebots schwieriger. Beratung ist daher wichtig. Eine gute Buchhandlung kann das. Auch von den ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in den Bibliotheken wird sie von den Bibliotheksbenutzern erwartet. Deshalb ist uns die Weiterbildung der Mitarbeiter/innen wichtig. Sich ein Buch empfehlen zu lassen, ist Vertrauenssache.
Harry Potter-Bücher werden kritisiert. Können Bücher schaden?
Fellinger-Hauer: Die wenigsten Gefahren gehen von Büchern aus.