Zu einer Neubelebung des Beichtsakramentes hat Papst Johannes Paull II. in seinem Gründonnerstagsbrief, der sich speziell an die 400.000 katholischen Priester richtet, aufgerufen. Der Papst äußerte sich optimistisch über die „zunehmende Wiederentdeckung“ der Beichte durch die Gläubigen. Er verwies dabei auf die große Nachfrage nach dem Sakrament der Versöhnung während des Heiligen Jahres. Allein in den vier großen Basiliken Roms seien 1,3 Millionen Gläubige zur Beichte gegangen. In dem Schreiben räumt der Papst ein, dass es noch zu früh sei, in der Krise der Beichte von einer Wende zu sprechen, aber es gebe ermutigende Signale. Der Papst wies auch darauf hin, dass in einer immer anonymer werdenden Massengesellschaft das Bedürfnis nach persönlicher Begegnung wachse. Die Priester rief er auf, auch für sich selber das Sakrament der Versöhnung wieder zu entdecken.