Die fettähnliche Substanz „Cholesterin“ ist lebensnotwendig. Sie wird für den Aufbau von Zellmembranen, für Zellteilung, Immunabwehr, für Bildung von lebenswichtigen Hormonen, Vitamin D und Gallensäuren gebraucht. Der Körper bildet es selbst.
Ein hoher Cholesterinspiegel im Blut gilt als Risikofaktor Nummer 1 für Atherosklerose, an deren Folgen – Herzinfarkt und Schlaganfall – jeder zweite Österreicher stirbt. Die Sub-stanz alleine ist es nicht, sondern die relative Menge im Blut. Bei zu viel Cholesterin und gesättigten Fettsäuren in der Nahrung bilden sich in vorgeschädigten Blutgefäßen (Arterien) Beläge. Nach den neues-ten Kenntnissen sind mehrere Faktoren wie eine gestörte Blutgerinnung mit Thrombenbildung und eine Infektion bei der Bildung von Gefäßverstopfung (Sklerose) beteiligt.
Man darf das Problem nicht verharmlosen, besonders wenn zusätzliche Risikofaktoren vorhanden sind. Bewe-gungsmangel, hoher Blut-druck, Diabetes mellitus und vor allem das Rauchen ver-schärfen das Problem beträ-chtlich. Eine vererbte Hypercholesterinämie ist selten. Noch etwas zum sogenannten „guten“ Cholesterin. Das HDL (high density lipoprotein) wird von der Leber als Polizist losgeschickt, um freies Choles-terin im Blut zu „verhaften“, zur Leber „abzuführen“. Dort wird es abgebaut und über den Darm ausgeschieden.