Ausgabe: 2001/18, Tschernobyl, Weißrußland, Last, St. Lukas, Caritas
02.05.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Nicht nur Tschernobyl ist eine bedrückende Last. Weißrußland leidet unter drei Katastrophen: Zusammengebrochenes Gesundheitssystem, Armut und Tschernobyl. Waltraud Gugerbauer organisiert die Weißrußland-Hilfe der Caritas Linz. Die Katastrophe Tschernobyl wird durch die beiden anderen Katastrophen verstärkt. So wird in verseuchten Gebieten gegessen, was im Garten wächst, weil man sich anderes nicht leisten kann. Ärztliche Betreuung fehlt, Medizin ist zu teuer.Für die Caritas Linz ist Weißrußland ein Schwerpunktland ihrer Hilfe. Es gibt viel zu tun: Armenküchen, Obdachlosenheime, medizinische und Arbeits-projekte, Hilfe für alte Menschen, Hilfe für behinderte Kinder, Hilfe für Häftlinge ... Das Haus St. Lukas, das schwerkranken Kindern während langwieriger Spitalsbehandlung Aufnahme bietet, ist das größte Projekt. (Wir stellten es in der letzten Ausgabe vor und baten um Spenden auf das Caritas-Konto 1245000 bei der Raiffeisenlandesbank, BLZ 34000, Kennwort St. Lukas in Borowljani.
Ein Schwerpunkt ist auch die Kindererholung: Für etwa 3.000 Kinder werden jährlich in unbelasteten weißrussischen Gebieten Erholungsaufenthalte organisiert; 550 Kinder kamen voriges Jahr nach Österreich. Bei gesunder Luft, gesundem Essen und liebevoller Betreuung in Gastfamilien können die Kinder drei bis vier Wochen Kräfte sammeln. 2.500 Gastfamilien nahmen seit 1991 8.000 Kinder auf. Veronika Pernsteiner von Lacken, Feldkirchen organisiert solche Aufenthalte. In 13 Turnussen vermittelte sie 220 Kindern einen Oberösterreich-Aufenthalt. Kirchdorf, Ried/I, Königswiesen, Sschärding, Niederwaldkirchen und Engerwitzdorf sind ebenfalls Zentren dieser Erholungsaktion.