Auf „Druckpunkte“ bei den Beitrittsverhandlungen zur EU-Osterweiterung aufmerksam machen möchte der Präsident der OÖ Landwirtschaftskammer, Mag. Hans Kletzmayr. Die Landwirtschaft bekenne sich grundsätzlich zur angestrebten Erweiterung, da diese gesamtwirtschaftlich positive Effekte bringe und vor allem einen wesentlichen Beitrag zur Friedenssicherung. Die Tatsache aber, dass die Agrarpolitik der einzige voll-vergemeinschaftete Politikbereich in der EU ist, dürfe nicht dazu führen, dass die Bauern aus diesem primär politischen Projekt der Erweiterung überproportionale Lasten zu tragen haben. Die Beitrittswerberländer haben ein überdurchschnittliches agrarisches Produktionspotenzial. Dadurch sei ein enormer Marktdruck zu erwarten. Es könne nicht sein, dass „die Bauern überproportionale Lasten zu tragen haben“. Ein besonders „heikles Kapitel“ seien die Standards- und Übergangsregelungen, die von den Beitrittskandidaten gefordert werden. Die tatsächliche Einhaltung muss durch Kontrollen sichergestellt sein. Direktzahlungen sowie Quoten- und Mengenregelungen müssen erhalten bleiben. Die finanziellen Mittel für die Erweiterung sollen rechtzeitig aufgestockt werden. Die Grenzregionen brauchen Sonderprogramme.