Prag zeigt den österreichischen Einwänden gegen das tschechische Umweltverträglichkeits-Prüfungs-Gutachten zu Temelin offensichtlich die kalte Schulter. Es kam daher zu Protestaktionen an der Grenze.Bischof Maximilian Aichern brachte die AKW-Sorge beim Tschernobyl-Gedenkgottesdienst am 26. April ebenfalls zum Ausdruck: „Wir protestieren gegen den oft sorglosen Umgang mit möglichen Gefährdungen von Menschen ... Wenn wir den Machbarkeitswahn überwinden und uns einer besseren Zukunft zuwenden wollen, bedarf es einer gemeinsamen Umkehr.“
Auch Caritas-Direktor Josef Mayr sprach sich gegen die Inbetriebnahme von Temelin aus, solange größtmögliche Sicherheitsstandards nicht schlüssig nachgewiesen werden können. Die Caritas hat in Weißrussland wegen der Nachwirkungen der Tschernobyl-katastrophe alle Hände voll zu tun.