Erfreut darüber, dass über die Eingliederung von Ausländern in Österreich und die Frage der Zuwanderung offen diskutiert wird, äußerte sich Ursula Struppe von der Initiatitive „Land der Menschen“. Man habe jahrzehntelang Ausländer ins Land geholt, um ihre Integration aber habe man sich nur wenig gekümmert. So fehlten bis heute flächen- und bedarfsdeckende Deutschkurse zu erschwinglichen Preisen, kritisierte Struppe. Die mangelnden Deutschkenntnisse seien zwar eindeutig ein Integrationshemmnis, aber nicht ein Zeichen für Integrationsunwilligkeit. „Wir verlangen daher eine Sprachoffensive. Hier sind Bund, Länder und Gemeinden ebenso gefordert wie Betriebe und Interessenvertretungen“, sagte Struppe. Zu dem von FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler geforderten Integrationsvertrag, der von den Zuwanderen u. a. das Erlernen der Sprache verlangt, sprach Struppe von einer „Schieflage“. Wenn Westenthaler schon auf ausländische Beispiele (wie Holland oder Skandinavien) verweise, dann sollte er nicht nur von den dort enthaltenen Pflichten der Zuwanderer, sondern auch von den Verpflichtungen der Aufnahmeländer sprechen. Ausländern mit Sanktionen zu drohen, anstatt ihnen entsprechende Hilfen anzubieten, entspreche jedenfalls nicht den europäischen Entwicklungen.