Jabing. Vor „Geschwisterlosigkeit“ als Folge des Geburtenrückganges hat Caritas-Präsident Franz Küberl gewarnt. Das Dasein als Einzelkind könne negative Einflüsse auf das „Solidarpotenzial“ haben, weil das Leben mit Geschwistern eine „sehr elementare Form des Teilens ist“, die man in dieser Radikalität nur selten erlebe. Es sei notwendig, Orte zu benennen, wo Geschwisterlichkeit erlernt werden kann. Küberl verwies dabei auf Kindergärten und Schulen. Die Voraussetzung sei, dass Eltern nicht nur „das Beste für ihr Kind“ wollen, sondern auch „das Beste für das Kind, das neben dem ihren sitzt“.
Die Welt bewältigen
Wien. Die Unüberschaubarkeit der heutigen Welt zu bewältigen, ist nach den Worten von Weihbischof Helmut Krätzl zentrale Aufgabe der Erwachsenenbildung. „Nur ein selbst-bewusster Mensch kann die Gesellschaft bereichern.“ In der katholischen Erwachsenenbildung sind rund 19.000 Mitarbeiter ehrenamtlich und 570 Hauptamtliche tätig.
Laien danken Nuntius
Wien. Die „wichtige Rolle der Laien in Kirche und Gesellschaft“ hat der Apostolische Nuntius in Österreich, Donato Squicciarini, betont. In seinen Dankesworten für die Verleihung der „Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille“ am 3. Mai sagte der Erzbischof, Laien hätten wesentlich zur Ausbreitung des Evangeliums beigetragen. Die Medaille, benannt nach dem früheren Wiener Nuntius Rossi, wird alljährlich von der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) für besondere Verdienste um die Förderung des Laienapostolats vergeben. AKV-Präsident Zemanek unterstrich bei der Verleihung Hilfe und Wohlwollen, die den Laienorganisationen durch Nuntius Squicciarini zuteil geworden seien.