Brüssel. Als unbefriedigend und mangelhaft bezeichnete die Caritas-Europa die Situation von Asylwerbern in vielen Ländern Europas. Viele Schutzsuchende würden an den Grenzen zurückgewiesen, ohne einen Antrag auf Asyl stellen zu können. Das begünstige das Schlepperwesen. Die rechtliche Information und die Qualität der Asylbescheide der ersten Instanz seien vielfach mangelhaft, betont die Caritas. Besonders kritisiert die Caritas auch, dass manche Länder Europas Menschenrechte missachten und mittellose Flüchtlinge nicht bis Abschluss des Asylverfahrens versorgen. In Österreich ist nur ein Drittel der Asylwerber in Bundesbetreuung.
Unerwartetes Lob für Papst
Berlin. Uneingeschränktes und in dieser Deutlichkeit auch unerwartetes Lob erhielt Papst Johannes Paul vom kritischen Tübinger Theologen Hans Küng. Der Besuch des Papstes in der Omayyaden-Moschee in Damaskus war, so wie der Papstbesuch in der römischen Synagoge 1986, ein historischer Schritt, der die Konsequenzen aus der Wende des Konzils gezogen hat: statt Feindschaft mit Juden und Muslimen Toleranz und Akzeptanz. Küng würdigte auch die Vergebungsbitte des Papstes wegen der Zerstörung des orthodoxen Konstantinopels durch Kreuzfahrer und den Aufruf des Papstes, die Religionen sollten sich weltweit gemeinsam um sittliche Normen und Werte kümmern.
450 HospizBetten nötig
Wien. Für den Ausbau der Sterbebegleitung sprach sich Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck aus. Derzeit gebe es in Österreich 70 Hospizbetten, der Bedarf liege bei etwa 450 Betten, meinte Waneck. Bis 2004 wolle die Regierung weitere 275 Hospizbetten schaffen.