Soziale Grundrechte für alle sind für die Armutsvermeidung wirkungsvoller als Almosen für wenige. Das betonte Martin Schenk von der Armutskonferenz. Er wandte sich dagegen, dass Sozial- und Familienleistungen nur mehr ganz Arme bekommen. Länder mit dieser Art von „Treffsicherheit“ (USA, GB) hätten höhere Armutsquoten als Länder mit breiteren Sozialsystemen. Schenk verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine Studie über die Sozialhilfe (Prof. Pfeil). Daraus gehe hervor, dass viele Bedürftige wegen der rechtlichen Unklarheiten keinen Zugang zur Sozialhilfe haben. Deshalb und auf Grund der unterschiedlichen Höhe (von 6540 in OÖ bis 4955 in Salzburg) sei sie österreichweit kein geeignetes Instrument der Armutsbekämpfung, betonte Schenk. Seit Jahren fordert die Armutskonferenz daher ein Recht auf Sozialhilfe sowie einheitliche und existenzsichernde Standards.