Es gibt zwei Arten von Zuckerkrankheit. Der Typ 1 Diabetes ist genetisch festgelegt und führt zum Fehlen des eigenen Insulins, das von außen zugeführt (gespritzt) werden muss. Der Typ 2 Diabetiker hat genügend eigenes Insulin, es wird aber nicht richtig eingesetzt. Hauptprobleme beim sogenannten „Altersdiabetes“ sind spätes Erkennen, Ignorieren und Verharmlosen. Leider kommt es dadurch später zu Augen- und Nierenschäden, Herzkranzgefäß-Erkrankung, Nervenschäden und Durchblutungs-störungen bis zu notwendigen Amputationen. Die Diagnose nach wiederholten Nüchtern-Blutzuckerwerten über 126 mg/dl muss ernst genommen werden. Es gibt auch Glukosetoleranztests, die der Hausarzt durchführt. Die Werte zwei Stunden nach dem Frühstück (Belastungswerte) über 200 mg/dl sprechen eindeutig für eine Zuckerkrankheit. Erste Maßnahme: Änderung des Lebensstiles mit Gewichtsreduktion und mehr körperlicher Aktivität. Sehr häufig sind Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen Begleiterkrankungen, die mit Bewegung ebenfalls günstig beeinflusst werden. Die Zuckerdiät ist also gar nicht an erster Stelle! Die Kost soll eine ausgewogene Mischkost sein (fettarm, viel Gemüse und auch Kohlenhydrate). Viele kleine Mahlzeiten am Tag sind für einen ausgewogenen Blutzucker besser (keine unnötigen Süßigkeiten, Honig oder Marmelade). Ein Stück Vollwertkuchen kann mit einem ausgedehnten Spaziergang wettgemacht werden. Gute Medikamente (orale Antidiabetika) senken den Zuckerspiegel.