Noch immer ist die Zahl der bäuerlichen Betriebe rückläufig. Aber: Der Trend zum Nebenerwerb ist gestoppt. Dies weist der Grüne Bericht – der Bericht zur Lage der Landwirtschaft in Oberösterreich – aus. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, der in der Landesregierung das Landwirtschafts-Ressort inne hat, stellte den Bericht vorige Woche der Öffentlichkeit vor. Warum ist der Trend zum Nebenerwerb gestoppt? – Innerhalb der Landwirtschaft gibt es verstärkt Erwerbskombinationen, Betriebe wachsen und spezialisieren sich; auch in der verstärkten Übergabe von Betrieben an junge Übernehmer liegt ein Grund.
Bergbauernbetriebe verzeichnen übrigens eine geringere Abnahme als Flachlandbetriebe. Das heißt, dass die Eigenbewirtschaftung in den benachteiligten Gebieten eher erhalten bleibt. Das hat eine hohe Bedeutung für den Fortbestand der Kulturlandschaft. Ein Grund dafür sei, dass Flächen in den benachteiligten Gebieten wesentlich schwerer zu verpachten sind.
Kleine Betriebsgrößen
Ein Kennzeichen der österreichischen Landwirtschaft sind die kleinen Betriebsgrößen. In elf EU-Ländern ist die durchschnittliche Ausstattung der landwirtschaftlichen Betriebe mit landwirtschaftlicher Nutzfläche größer als in Oberösterreich!