Vatikan. Seinen 81. Geburtstag, den 18. Mai, hat Johannes Paul II. wie einen fast normalen Arbeitstag absolviert. Beim Empfang für neue Vatikandiplomaten äußerte der Papst seinen Wunsch: „Endlich Frieden in den Konfliktherden der Welt.“ Nach dem Mittagessen wurden ihm sizilianische Cannoli, eingehüllt in den Vatikanfarben Weiß und Gelb, serviert. Sie wurden von der in Rom arbeitenden sizilianischen Konditormeisterin Assia Ferlito im vatikanischen Auftrag eigens für den Papst angefertigt. Seit seiner Jugend ist Karol Wojtyla ein Liebhaber der in Polen „Kremowki“ genannten Süßigkeiten. Anders als in seiner Heimat wird in dem sizilianischen Rezept allerdings kein Schlagobers, sondern frischer Ricotta für die Füllung verwendet. Im Vatikanstaat wird zwar der Geburtstag des Papstes im offiziellen Kalender vermerkt, ist aber kein Feiertag. Hingegen sind der Jahrestag seiner Wahl (16. Oktober) und sein Namenstag (4. November) im Vatikan arbeitsfrei.
Gebet in der Moschee
Wien. Das Gebet von Johannes Paul II. in der Omaijaden-Moschee während seiner Reise nach Syrien werde auch auf Nigeria positive Auswirkungen haben. Davon ist Hypolite Adigwe überzeugt. Der Direktor der Päpstlichen Missionswerke in dem westafrikanischen Land, das durch Religionskonflikte erschüttert wird, betonte, dass der Papst auch auf Grund seines Alters in Nigeria hoch geachtet werde, auch von Muslimen.
Erst mit 78 zurücktreten?
Rom. Laut „Il Messaggero“ beabsichtigt der Papst die Altersgrenze für Diözesanbischöfe von 75 auf 78 Jahre anzuheben. Weltweit gibt es 851 zurückgetretene Bischöfe – beinahe jeder fünfte Bischof ist ein „Altbischof“.