Teilweise oder totale Verengungen der Herzkranzgefäße führen zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und -angebot im Herzmuskel. Die Ursache für diese Stenosen ist meistens eine fortgeschrittene Arteriosklerose, deren Entstehung schon wiederholt erklärt wurde. Die Angina pectoris (= koronare Herzkrankheit) kann bei bestimmten Belastungen oder Kälteexposition auftreten, man spricht dann von stabiler Ang. pect. Wenn die Beschwerden (Druckgefühl unter dem Brustbein bis zum Hals, Kiefer, Schulter, auch Atemnot, Brennen in der Magengegend) ständig sowohl bei kleineren Belastungen als auch in Ruhe bestehen, nennt man das instabile Angina pectoris. Diese Symptome sollten Sie dem Hausarzt nicht verschweigen. Es gibt auch stumme (beschwerdelose) Ereignisse, stumme Herzinfarkte sind nicht so selten. Bei Beschwerden wird der Hausarzt ein Belastungs-EKG veranlassen. Tun Sie auf jedenFall etwas gegen folgendes Risikoprofil: Rauchen, fettreiche Ernährung, Bluthochdruck, schlechte Diabetes-Einstellung, körperliche Inaktivität, Übergewicht, Alkoholmissbrauch, schlechter Hormonstatus nach den Wechseljahren. Wenn Sie dagegen frühzeitig etwas tun und regelmäßig Kneipp-Wasseranwendungen machen, schützen Sie sich vor der koronaren Herzkrankheit. Verordnete Medikamente nicht einfach reduzieren oder weglassen. Wenn Sie nahe Verwandte haben, die an Angina pectoris oder Herzinfarkt erkrankt oder verstorben sind, sollten Sie das bei einer Vorsorgeuntersuchung ansprechen.