Wer möchte das nicht: „Jung bleiben, auch wenn man älter wird“?
Die populäre deutsche Ärztin Dr. Marianne Koch, Präsidentin der deutschen Schmerzliga, referierte zu diesem Thema im Bildungshaus Schloss Puchberg. Gerade die Älteren kennen die Referentin noch als Filmschauspielerin. Sie wirkte in jungen Jahren in 70 Filmen mit.
Dr. Kochs ganz besondere Gabe: Sie kann komplizierte körperliche Zusammenhänge sehr verständlich darlegen. Als Vollblutschauspielerin tut sie dies in einer schönen, klaren und deutlichen Sprache. Die jetzt 70-jährige wirkt selber noch unglaublich attraktiv und fit. Das habe sie möglicherweise guten Genen zu verdanken, verriet sie, als sie darauf angesprochen wurde. Aber natürlich auch dem, was sie in ihrem Vortrag predigte: geistig und körperlich aktiv bleiben und mit der Gesundheit sorgsam umgehen. Marianne Koch: „Wir wollen ein junges Herz, junge Haut, Energie und Lebenslust, auch wenn wir älter werden!“ Geradezu Gift sei es, nach der Pensionierung nichts mehr tun zu wollen. Das Durchschnittsalter der Menschen stieg bei uns von ca. 47 vor 100 Jahren auf jetzt ca. 79 Jahre. Auch wenn die Altersforschung heute schon sehr weit ist, bleibt die Zeit des Menschen begrenzt. Unser kleinster Baustein ist die Zelle. Je öfter sich die Zelle teilt, umso kürzer wird das Leben des Menschen – ab dem 30. Lebensjahr tickt die Zeitbombe. Wie jung und elastisch diese Zelle bleibt, können wir beeinflussen, zum Beispiel durch naturbelassene Vollwerternährung und viel Bewegung – all das, was Kirchenzeitungsleser/innen auch schon von KIZ-Arzt Dr. Daringer wissen.„Raus aus dem Lehnstuhl“ und: „Verzichten Sie auf ungesunde Fertiggerichte, die die Zellen belasten!“, appellierte die Referentin an die Senior/innen, sich gesund zu ernähren sowie das Gehirn zu trainieren und sich zudem körperlich zu bewegen.
Wie sie in ihrer Arbeit im Krankenhaus feststellte, leiden viele alte Menschen an Fehl- und Mangelernährung. In einer bewußten Vollwerternährung sind auch die im Alter besonders notwendigen Vitamine A, C, E und D enthalten. Es wird viel geforscht, aber die Pille gegen das Altern gibt es nicht. Warum sich aber nicht moderner „alters-vermeidender“ Medikamente bedienen?, meint Dr. Koch. Am besten erforscht seien derzeit die Östrogene, wobei Hormontherapien mit dem Arzt individuell abzuklären sind. Besonderes Augenmerk sollen wir auf Körpergerüst, Muskeln und Blutkreislauf richten (auf Blutdruck und Cholesterinwerte achten) und die Knochendichte – wegen Osteoporose – messen lassen. Wunder wirkt eine positive Lebenseinstellung.
Rat der Expertin:
Tipps gegen das Altern
– Schützen Sie Ihre Haut, sie ist – wie die Haare – erste Visitenkarte. – Äpfel – und allgemein Obst und Gemüse sind für ein langes Leben! Zellenentschlackend und -aufbauend sind auch Vollwertgetreide, Joghurt. (Kalorienarme Kost, wenig Zucker; trinken Sie viel!). – Vermeiden Sie alles, was das Immunsystem schwächt, wie Rauchen, zu viel Sonne, zu wenig Schlaf, Alkohol. – Bewegen Sie sich, das ist durchblutungsfördernd. Besonders geeignet für Ältere sind „sanfte“ Sportarten, wie Wandern, Rad fahren, Gymnastik, Schwimmen, auch isometrische Übungen. – Achten Sie neben der Vorsorgeuntersuchung auf optimalen Impfschutz. – Trauen Sie sich alles zu, bleiben Sie kreativ, stellen sie sich neuen Herausforderungen (ideal: Auseinandersetzung mit dem Internet).
Die Tipps gegen das Altern sind in Marianne Kochs „Mein Gesundheitsbuch“, Deutscher Taschenbuchverlag, ausführlicher beschrieben.