Podiumsdiskussion über die „Einzigartigkeit des Kindes“
Ausgabe: 2001/21, Zoe, Kind, Kinder, Eltern
22.05.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Schwangerschaftsberatung „Zoe“ hat Experten geladen, die am Podium und mit dem Publikum über Fragen rund um vorgeburtliche Untersuchungen, Kinderwünsche und Kinder mit Behinderungen diskutieren.
Beinahe ein Drittel aller angeborenen Behinderungen können vorgeburtlich erkannt werden. Schwangere Frauen fühlen oft einen enormen psychischen Druck auf sich lasten, ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen. Birgit Pirmig-Eiser von der Lebenshilfe Österreich bringt bei der Podiumsdiskussion die Perspektive der behinderten Menschen ein.Mit der Thematik des Menschen als Forschungsobjekt beschäftigt sich der Pharmakologe Dr. Holger Baumgartner. Der Vorsitzende der Ethikkommission Innsbruck fordert Regeln für die medizinische Forschung, die nicht von den wirtschaftlichen Interessen der Pharmakonzerne gesteuert werden. Der Theologe und Philosoph Prof. Dr. Hans Peter Schreiber ist überzeugt, dass Verbote gegen medizinische Eingriffe versagen, wenn es um die erfolgreiche Behandlung von Krankheiten geht. Er verlangt aber Kontrollinstanzen. Schreiber leitet die Stelle für Ethik und Technologiefolgenabschätzung an der Technischen Hochschule Zürich. „Zoe“ ist die erste Stelle, die Frauen und auch Männer nach unerwarteten pränatalen Diagnosen berät. Weiters begleitet „Zoe“ Eltern bei allen Ereignissen rund um die Schwangerschaft.
Wunschkind auf Bestellung? Die Balance zwischen den Wünschen der Eltern und der Einzigartigkeit des Kindes. Podiumsgespräch und Diskussion am 30. Mai 2001 um 19 Uhr im Ursulinenhof Linz. Eintritt: ATS 60,–/ATS 80,–; Karten an der Abendkassa und bei: „Zoe“, Tel. 0732/77 83 00, E-Mail: office@zoe.at