Klagenfurt. Bei seiner ersten Pressekonferenz als designierter Bischof von Gurk-Klagenfurt betonte der bisherige Wiener Weihbischof Alois Schwarz, dass er sich bemühen werde, dass die Kirche in Kärnten „bunt und dynamisch“ bleibe. Einen besonderen Gruß richtete Schwarz an die slowenische Volksgruppe, deren Sprache er lernen wolle, und an die anderen christlichen Kirchen im Land. Begrüßt wurde die Ernennung von Schwarz von der Katholischen Aktion Österreichs. Sie würdigte Schwarz als theologisch und seelsorglich versierten Mann, der ein gutes Gespür für die verschiedenen Lebensrealitäten der heutigen Menschen habe und als Dialogpartner „inhaltlich aufgeschlossen“ sei.
Ökologische Bekehrung
Preßburg. Eine „ökologische Bekehrung der Christen“ forderte der der Südtiroler Theologe Karl Golser bei einer Konferenz der Umweltbeauftragten der europäischen Bischofskonferenzen. Umweltfragen, so kritisierte Golser, seien in der Kirche sowohl in der Verkündigung und Liturgie als auch in der Praxis unterbelichtet. Konkret regte Golser an, dass Pfarren eine „En- ergiebilanz“ erstellen sollten, um in ihren Einrichtungen Energie und Wasser zu sparen. Für Österreich ergibt eine Umfrage der ARGE-Schöpfungsverantwortung, dass es in mehr als 80 Prozent der Pfarren keine Umweltarbeit gibt. 17% der Pfarren setzen auch alternative Energie ein und verwenden Bioprodukte.
Skandal der Justiz
Wien. Einen „Skandal“ nannte Caritaspräsident Franz Küberl, dass die Klagenfurter Staatsanwaltschaft die Mundknebelung von Schubhäftlingen nicht als vorsätzliche Quälerei oder Misshandlung bewertet und Exekutivbeamte nicht anklagt.