Verstärkte kirchliche Bemühungen im „Dienst am Menschen“ (Diakonie) forderte der Wiener Caritasdirektor Michael Landau beim Symposium „Alleinsein in der Großstadt“. Landau stellte die Frage, ob sich die Kirche nicht noch immer zu sehr als eine „Gemeinschaft der Gesunden und Starken“ begreife. Zum Thema „Einsamkeit“ meinte Landau, dies sei ein Problem, das häufig alte Menschen betreffe. Sie würden in einer Gesellschaft, in der sie nicht „mehr nützlich“ seien, gewissermaßen ausgesondert. Es sei eine Illusion, Einsamkeit allein durch organisatorische oder finanzielle Maßnahmen überwinden zu wollen. Wenn Einsamkeit, so Landau, mit dem Verlust von Beziehung zu tun habe, könne ihr „Gegenpol“ nur Begegnung und Anteilnahme sein. Landau dankte den 580.00 ehrenamtlich Engagierten in der Kirche Österreichs, die pro Woche 1,66 Mill. Stunden unbezahlt Dienst tun.