Jörg Haider glaubt wohl, Kärnten gehöre ihm. Nur so ist es erklärbar, dass er dem neu ernannten Bischof als „Grußwort“ gleich „Anstandsregeln“ über das rechte Verhalten in den gemischtsprachigen Gemeinden mit auf den Weg gibt. Haider mischte sich damit nicht nur ungeniert in innerkirchliche Angelegenheiten ein; er versucht damit auch, die großen Bemühungen der Kirche für ein gedeihliches Zusammenleben der Volksgruppen auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung madig zu machen.