Dieses Bild der bekannten Künstlerin Maria Moser aus Frankenburg erregt meine Aufmerksamkeit: Einerseits wirkt die Farbgebung: warmes Rot und Orange, Braun und Grau-schwarz, kraftvoll aufgetragen, aber stellenweise auch sehr zart und auslaufend. Andererseits ist die formale Gestaltung ansprechend: Im unteren Bilddrittel ein dunkler, in sich differenzierter Querbalken, aus dem zwei (hellere) Elemente nach oben hin aufbrechen:
Einmal senkrecht, einmal diagonal nach rechts oben geführt und den rechten Bildrand überschneidend. Diese Gestaltung erzeugt Dynamik, die aus Ruhe kommt und das Streben nach Ausgewogenheit nicht vergisst.
Maria Moser (geb. 1948, Frankenburg) nennt ihre im heurigen Jahr entstandene Arbeit „Feuer“. Erinnerungen und Eindrücke aus der väterlichen Schmiede scheinen in diesem Bild präsent zu sein.
Brechen hier aus einem verglühenden „Ding“, das eventuell bearbeitet ist und seine Form gefunden hat, Feuerfunken hervor? Ist dies Hinweis auf die Glut, die ihr noch innewohnt? Was werden die Feuerfunken bewirken?
Beate Gschwendtner ist Projektmitarbeiterin des „Kunstbaukastens“ am Institut für Kunst an der Kath.-Theol. Privatuniversität, Linz.