Martina Haberl studiert an der Bundes-Pädak in Linz und möchte Sonderschul-Lehrerin werden. Im Rahmen ihres Zusatzstudiums „Globales Lernen“ hat sie in Benin die Arbeit von Lehrer/innen in Afrika kennen gelernt. Das Projekt wurde bei einem Symposion der Südwind-Agentur (28. bis 30. Mai) vorgestellt.
Warum halten Sie „Globales Lernen“ für wichtig?
Am wichtigsten ist für mich das „Toleranz-Üben“ und dass man wirtschaftliche Vorgänge und andere Kulturen kennen lernt. Gerade in den Sonderschulen ist Toleranz wichtig, wenn man mit sogenannten Ausländern arbeitet und mit Behinderten. Man lernt dabei eigene Fähigkeiten und Grenzen kennen und die der anderen.
Wie bringen Sie den Schülerinnen und Schülern andere Kulturen näher?
Das Sachliche, zum Beispiel Geografie – wo liegen die einzelnen Staaten – ist da nicht so wichtig. Ich habe in der Schule ein Afrika-Projekt durchgeführt. Wir haben zum Beispiel gekocht und Lehmhütten gebaut. Drei Gäste aus Afrika waren in der Klasse. Kinder haben keine Vorurteile, wenn sie die nicht zu Hause lernen. Das finde ich einfach schön.
Wie haben Sie in Benin Ihre eigene Situation gesehen?
Wir sind für die Menschen dort total reich. „Weiß“ ist mit schön und reich verbunden. Ich habe für mich selber viel gelernt. Man schätzt viel mehr, was man hat.