Ausgabe: 2002/03, Österreich, Egoismus, Land, Politik, EU, FPÖ
16.01.2002
- Hans Baumgartner
Politik des Egoismus schadet dem Land
Dass sich Politiker um das Wohl ihrer Bevölkerung sorgen, das ist ihr Auftrag. Zu dieser Verpflichtung gehört auch, eine Balance zu finden zwischen nationalen Interessen und einer europäischen bzw. globalen Solidarität. Die Gratwanderung zwischen Egoismus und Gemeinwohl, das auf größere Zusammenhänge achtet, ist nicht immer leicht und schon gar nicht leicht zu „verkaufen“. Die regelmäßigen „Österreich zuerst“-Paukenschläge der Haider-FPÖ erschweren eine vernünftige, solidarische Politik und schaden unserem Land. Es tut Österreich nicht gut, wenn Flüchtlinge menschenrechtswidrig behandelt und Ausländer nicht integriert werden. Es schädigt unser Land, wenn die EU-Osterweiterung – und damit wirtschaftliche und politische Stabilität – verzögert oder gar verhindert wird. Es macht uns zum Gespött, wenn im zusammenwachsenden Europa zweisprachige Ortstafeln und Autobahnschilder zur Staatsaffaire werden.