Friedenssymbol als „Denkmal“ im Bereich des Stiftes Waldhausen
Ausgabe: 2002/03, Rose, Dornen, Friedensrose, Pius Frank, Waldhausen
16.01.2002
- Josef Wallner
„Zum Feste feiern braucht man Frieden“, erklärt Pius Frank. Der kreative Schmiedemeister hat eine überdimensionale Rose geschaffen, die die Besucher/innen der Landesaustellung an Christus, den Friedensfürsten, erinnern soll.
Eines der ersten Werke, mit denen Pius Frank sein kunsthandwerkliches Schaffen begonnen hat, war eine kleine Metallrose. Seitdem begleitet ihn das Motiv der Rose. Im Hauptberuf ist Frank WIFI-Lehrer. In der verbleibenden Zeit verschwindet er häufig in die Werkstätte seines Hauses in Nöchling bei Waldhausen und arbeitet an Metallbildern und Skulpturen. Im Jahr 2000 wurde in Steyr ein Kreuzweg eingeweiht, den er gestaltet hat.
Blühendes Metall
Nun ist Pius Frank ganz vom Projekt der Friedensrose in Beschlag genommen. Die vierzig Kilogramm schwere Blume aus Metall wird im Bereich der Klosteranlage Waldhausen so aufgestellt werden, dass möglichst viele Besucher/innen der Landesausstellung 2002 an ihr vorbeikommen. Und sich von ihrer Botschaft inspirieren lassen: „Zum Feste feiern braucht man Frieden.“ Die dornenlose Metallrose soll, so Frank, die Voraussetzung für den Frieden symbolisieren: selbstlos sein und andere vorurteilslos annehmen. Letztlich ist für den Metalldesigner Christus die Basis für ein friedvolles Zusammenleben: „Jesus ist der Friedensfürst.“Als Verankerung für die Rose hat Frank, der sich als Sakralkünstler versteht, einen Stein aus der Donau gewählt: Wie der nahe Fluss mehrere Staaten verbindet, soll auch der Friede Beziehungen über Landesgrenzen hinaus stiften.
Geht es nach den Ideen des Waldviertler Schmiedemeisters, wird die Metallrose das Logo für einen europäischen Friedenspreis. Er hat bereits drei Miniaturen der großen Blume angefertigt, mit denen Menschen ausgezeichnet werden sollen, die sich für den Frieden einsetzen.
Mit den Füßen beten
Ein weitere Idee lässt Frank nicht mehr los: Der Österreichische Jesusweg. Er möchte entlang einer mehreren Kilometer langen – landschaftlich reizvollen – Route in seiner Heimat Nöchling 33 Stationen gestalten. Der Schmiedemeister: „Wer auf dem Jesusweg geht, kann mit den Füßen beten und die Seele atmen lassen.“ Die „Gemeinschaft Jesusweg“ hat sich die Verwirklichung des Projekts zum Ziel gesetzt.
Informationen: Tel. 07414/76 30 oder office@pius-metalldesign.at.