Anlässlich der Jahrestagung ihrer Mitglieder hat Papst Johannes Paul II. die Glaubenskongregation gebeten, die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Bischofskonferenzen zu verbessern. Der Papst äußerte seine Sorge über das oft negative Echo der Öffentlichkeit auf die Dokumente der Vatikanbehörde. Es gebe Probleme bei der Aufnahme der Inhalte und bei der Zusammenarbeit mit den Ortskirchen im Hinblick auf die praktischen Konsequenzen. Diese Schwierigkeiten, so der Papst, gebe es auch zwischen anderen römischen Ämtern und den Ortskirchen.
Der Papst stellte die Frage in den größeren Zusammenhang der Schwierigkeiten bei der Vermittlung von Grundwahrheiten des Glaubens. Es gelte dabei einerseits, den „strengen Anforderungen der Sprache des Evangeliums“ gerecht zu werden, andererseits müsse diese aber dennoch eine „befreiende Sprache“ sein. Gerade der Mangel einer angemessenen, sensiblen Sprache war an dem umstrittenen Dokument „Dominus Jesus“ innerkatholisch und ökumenisch kritisiert worden. Um den Dialog zwischen Rom und den Ortskirchen zu verbessern, hat der „Dialog für Österreich“ 1998 „verpflichtende Konstultationsvorgänge von Seiten vatikanischer Dikasterien vor der Erstellung verbindlicher Dokumente“ vorgeschlagen.