Ein Fest für Brandauer-Fans ist in den österreichischen Kinos angelaufen.
Jan Jedermann (Klaus Maria Brandauer) ist erfolgreicher Mode-Designer. Umgeben von schönen Mädchen und Luxus. Zu einer Modepräsentation am Dach der Wiener Staatsoper kommt sein großes Vorbild aus Paris: Yvonne Becker (Juliette Gréco). Sie scheint beeindruckt von der Show. Jedermann fühlt sich seinem Ziel näher, es in Paris zu schaffen. Am Abend vor dem großen Fest stirbt Jedermann bei einem Autounfall.
Er handelt mit dem Tod aus, noch diese eine Nacht erleben zu dürfen. Die Fassade bröckelt plötzlich. Jedermann lässt Luftballons für seinen herzkranken Vater steigen, der ihm nichts zutraut. Er trauert um seine Mutter, die gemeint hat, dass er alles schaffen könnte. Umgeben von schönen Frauen und Dienstleuten fühlt sich der große Modemacher einsam. Sein totes Antlitz wirbt schließlich neben einem Model für sein Parfum. Der Film des gebürtigen Freistädters Fritz Lehner dauert drei Stunden, die nie langweilig werden. Die Handlung läuft auf den Tod als Spitze zu. „Jedermann’s Fest“ ist beinahe ein Monolog von Brandauer.
Jedermann’s Fest, Österreich 2000, 173 min, Regie: Fritz Lehner, Darsteller: Klaus Maria Brandauer, Juliette Gréco.