Die Rechte vieler Indianer Nordamerikas werden verletzt. Die Gesellschaft für Bedrohte Völker macht ihr Schicksal öffentlich und kämpft mit für deren Rechte.
In den USA gibt es derzeit 550 anerkannte Indianerstämme sowie 138 nicht anerkannte. In Kanada sind es 612 anerkannte Stämme. 1991 hatten 37 % der Reservatsindianer Kanadas keinen Pflichtschulabschluss (verglichen mit 14 % der nichtindianischen Bevölkerung). Die Alphabetisierungsrate ist halb so hoch wie jene des kanadischen Durchschnitts.
Am 10. Dezember 2001 wurde in Kanada ein Indianerlager mit Wissen der Provinzregierung dem Erdboden gleichgemacht. Die Indianer versuchten, ihr Territorium gegen den Ausbau einer Schianlage zu verteidigen, den japanische Eigentümer betreiben. Die beiden Lager der Secwepemc in Skwelkwek’welt und am McGillivray See wurden von Bulldozern am Vorabend jenes vierten Jahrestages zerstört, an dem der Oberste Gerichtshof die angestammten Landrechte der Indianer anerkannt hatte. Auch Schwitzhütten der Indianer – für sie sind es heilige Stätten – wurden zerstört.
Nicole Schabus studiert in Kanada und setzt sich mit „Interior Alliance“ für Indianerrechte ein. Sie berichtet, dass verschiedene Kirchen den Protest gegen die Indianer-Verfolgung mittragen. Auch die katholische Kirche ruft zur Anerkennung indigener Landrechte auf. 50.000 Unterschriften wurden gesammelt.
Auch eine Aktion für eine heimatlose Indianer-Familie (siehe Bild oben) wurde gestartet, die Opfer der Bulldozer-Aktion ist. Für sie soll eine Hütte gepachtet werden. Der Pachtzins (1.500 kanadische Dollar, entspricht etwa E 1.080,– bzw. S 15.000,–) soll über Spenden aufgebracht werden.
Helfen Sie mit und spenden Sie auf das PSK-Konto der Gesellschaft für bedrohte Völker 7.239.001(BLZ 60.000), Kennwort SHUSWAP,und unterstützen Sie die Arbeit der Gesellschaft für Bedrohte Völker: Prinz-Eugen-Straße 52/5, 1040 Wien, Tel. 01/503 49 90; Internet: http://www.gfbv.at