EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hat vergangene Woche ein Strategiepapier zur Entwicklung der Biomedizin und Biotechnologie vorgelegt. Der Aktionsplan mit 30 Empfehlungen soll beim EU-Gipfel im März beraten werden. Der deutsche CDU-Europaabgeordnete und Artzt Peter Liese hat den Aktionsplan kritisiert. Zwar könne die Biotechnologie ein wichtiger Wachstumsmarkt sein, aber es sei nicht annehmbar, dass die EU-Kommission Widerstände gegen die verbrauchende Embryonenforschung abbauen wolle. Im Aktionsplan, so Liese, werde nicht zwischen adulten, vom geborenen Menschen gewonnenen, und embryonalen Stammzellen unterschieden, obwohl es hier entscheidende ethische Unterschiede gebe. In Deutschland haben sich vor der Bundestagsdebatte in dieser Woche die katholische Bischofskonferenz und die Bundesärztekammer entschieden gegen Stammzellenimport und verbrauchende Embryonenforschung ausgesprochen.