Ausgabe: 2002/12, Laher, Geschichte, Roman, NS, NS-Lager, St. Pantaleon
21.03.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Ludwig Laher setzt mit seinem Roman „Herzfleischentartung“ Vergessenen des NS-Lagers St. Pantaleon ein Denkmal.
Die Jugendlichen in acht Welser Schulen waren tief beeindruckt. Ludwig Laher war da und hat aus seinem neuen Roman „Herzfleischentartung“ gelesen.
„Wie ist so etwas möglich? Wie kann ein Mensch sein Gegenüber derart erniedrigen, sowohl psychisch als auch physisch?“ „Wie kann es möglich sein, dass ein derartiges grauenhaftes Verbrechen erst nach 60 Jahren in der Öffentlichkeit als real anerkannt wird?“ So fragten Schüler/innen am Ende der Lesung.
Ludwig Laher, in Linz geboren, lebt heute in St. Pantaleon im Innviertel. Dort gab es ein NS-Lager. Viele Originalakten lieferten den Stoff für den Roman „Herzfleischentartung“. Laher erzählt die Geschichte über die Zeit des Lagers und des Krieges hinaus.
Das Netzwerk „Land der Menschen“ und die „Welser Initiative gegen Faschismus“ haben die Lesereise durch die Welser Schulen organisiert, von den Gymnasien bis zu den Berufsschulen. Für seinen Roman hat Laher von Brucknerhaus und Arbeiterkammer den „BUCH.PREIS“ bekommen.
Der Autor Ludwig Laher bietet Lesungen in Schulen, Pfarren, Büchereien usw. an.
Kontakt: Tel. 06277/72 12 E-Mail: l.laher@gmx.at
Herzfleischentartung, Roman, Innsbruck 2001, 192 Seiten, Schutzumschlag, E 18,–.