Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin und Referentin für Spiritualität im Pastoralamt der Erzdiözese Wien.
„Wie Migration gelingen kann, zeigt sich in unserer Stadt“, sagte Bürgermeister Rudolf Vogtenhuber, der als Spitze der Stadt an der Feier teilnahm. Erst 1939 wurde die Gemeinde Lenzing gegründet. Neben wenigen eingesessenen landwirtschaftlichen Familien sind die meisten Menschen hierhergezogen, weil das Zellstoffwerk ein verlässlicher Arbeitgeber war. Auch Überlebende des KZ-Frauenlagers im Ortsteil Pettighofen gehörten zu den ersten Bewohnerinnen der neuen Gemeinde. In einer Zeit, in der gerne gejammert und geschimpft wird, erzählten die Körperschaften, Vereine und Initiativen im Rahmen des Erntedankgottesdienstes von ihrer Dankbarkeit und von dem Guten, das sie in ihrem Engagement bewegt. Markus Himmelbauer, Seelsorger der Pfarrgemeinde Lenzing, freute sich, dass im Blick auf das Gemeinsame in der noch jungen Stadt Lenzing Gruppen und Menschen mitgefeiert haben, die mit kirchlichen Traditionen nicht so vertraut sind.
Zum Foto: Neben Traditionsvereinen wie der Goldhaubengruppe, Siebenbürger Nachbarschaft und Bauernschaft waren unter anderem das Kabarett „Marktbrettl“, die Werksmusik und die Geschäftsleitung des Standorts Lenzing sowie der Arbeitersängerbund in den Gottesdienst eingebunden.

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin und Referentin für Spiritualität im Pastoralamt der Erzdiözese Wien.
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