Nach ihrer Frühjahrstagung in St. Arbogast (Vorarlberg) kündigten die österreichischen Bischöfe eine erste große gemeinsame Aktion der „Allianz für den freien Sonntag“ an. Die Kampagne „Schneller leben? Lebensqualität durch gemeinsame freie Zeit“ soll am 15. April starten. Sie ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt. Den jährlichen Höhepunkt bildet ein österreichweites Aktionswochenende. Das erste findet vom 8. bis 11. November statt. Ziel der Kampagne ist es, das öffentliche Bewusstsein zu vertiefen, dass die gemeinsame freie Zeit am Sonntag einen hohen gesellschaftlichen, kulturellen, religiösen und psychologischen Wert hat. Unter den Aspekten „Freie Zeit zu leben“, „Freie Zeit zu feiern“ und „Freie Zeit zu handeln“ wollen die 46 Mitgliedsorganisationen der Allianz die Bedeutung des Sonntags in den Blick rücken. Die Bischöfe begrüßten die Verstärkung der Allianz durch den Beitritt der orthodoxen und evangelischen Kirchen sowie der altkatholischen und der anglikanischen Kirche. Sie dankten der Landeshauptleutekonferenz, die in einer Zeit, in der Großhandelshäuser erneut die Geschäftsöffnung am Sonntag fordern, einstimmig den Bund und die Länder aufgefordert hat, den freien Sonntag in der Verfassung zu verankern. In einigen Bundesländern ist das bereits geschehen.