Wien.„Wenn es um die Verspottung der Zentralgestalt des christlichen Glaubens geht, müssen Christen in der Öffentlichkeit entschieden Nein sagen.“ Das betonten die österreichischen Bischöfe bei ihrer Frühjahrskonferenz. Aktueller Anlass dazu war das „Jesus-Buch“ eines österreichischen Karikaturisten.
Papst beklagt Missbrauch
Vatikan. Johannes Paul II. hat die jüngsten Skandale um Priester, die Kinder sexuell missbraucht haben, beklagt und Gerechtigkeit und Fürsorge für alle Opfer verlangt. Das Verhalten einiger Geistlicher, die „den schlimmsten Ausformungen“ des Bösen in der Welt nachgegeben hätten, habe „dunkle Schatten des Verdachts“ auch auf alle anderen verdienstvollen Mitbrüder geworfen, schreibt der Papst in seinem traditionellen Gründonnerstagbrief an die weltweit rund 400.000 katholischen Priester. Angesichts des Bösen im Herzen des Menschen müssten gerade sie mit Gottes Hilfe Hoffnung, Güte und Liebe in der Welt verbreiten.
Grenzen in der Medizin
Rom. Die enormen Fortschritte bei der Früherkennung und Behandlung von Krebs hat Johannes Paul II. begrüßt. Gleichzeitig verwies der 81-Jährige auch auf Grenzen in der Medizin: „Man darf nicht vergessen, dass der Mensch ein begrenztes und sterbliches Wesen ist“, betonte er vor Ärzten. Gegenüber Kranken im Endstadium könnte das hartnäckige, wenn auch gut gemeinte Fortsetzen von Therapien nutzlos und nicht respektvoll sein. Es wäre vermessen, stets allein auf medizinische Technik zu setzen, sagte der Papst. „In diesen Fällen sollte man mit Gelassenheit die eigenen menschlichen Gegebenheiten zu akzeptieren versuchen.“