Bei vielen Menschen sind Störungen der Finger- oder Zehennägel ein langwieriges, auch kosmetisches Problem. Brüchige Fingernägel sind meistens Folge von Eisenmangel. Bei Eisenzufuhr festigen sich die Nägel nach geraumer Zeit. Zusätzlich hilft, regelmäßig die Nägel in einer körperwarmen Apfelessig-Distelöl-Lösung zu baden. Weiße Flecken in den Nägeln entstehen durch Zinkmangel. Nach vermehrtem Genuss von Spinat, Zwiebeln und Meeresfrüchten (Vorsicht bei Gicht) sollten die Flecken verschwinden. Gelbe Nägel sind Folge von Vitamin E- Mangel oder starkem Zigarettenrauchen. Vermehrt Obst, Gemüse und Naturreis kann helfen.
Weiße Nägel deuten auf eine Nieren- oder Lebererkrankung hin, diese muß also behandelt werden. Das gilt auch bei den „Uhrglasnägeln“ (sie sind besonders „abgerundet“), die bei Herz- oder Lungenerkrankungen auftreten können. Hornwucherung als gestörtes Nagelwachstum kann schwer bekämpft werden, ebenso Nagelpilz. Tinkturen helfen unbefriedigend, Nagellack vertuscht. Effektiv ist nur die Einnahme von Tabletten gegen Pilzerkrankung über sechs Monate. Generell ist günstig, Problemnägel kurz zu schneiden.
Die eingewachsenen Nägel sind schmerzhaft, meistens mit einer Hautentzündung am Nagelrand verbunden und müssen vom Arzt versorgt werden. Das gilt auch für die NagelbettEntzündung (eventuell Antibiotikum.)
Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marienschwestern in Aspach.